Vitalstoffe

Bei Krebserkrankungen besteht eine Reaktionsstarre des Grundsystems, auch Pischinger Raum genannt, wo Informations- und Stoffaustausch stattfinden. Diese Starre ist bereits in der biologischen Phase der Präkanzerose, dem Zustand, der dem Krebs vorausgeht, nachweisbar. An das Grundsystem sind alle biologischen Grundfunktionen wie der Wasser-und Elektrolythaushalt und der Sauerstoffwechsel sowie die unspezifische Immunbiologie gebunden.

 

Der Pischinger Raum umgibt alle Körperzellen, gleich um welches Organ es sich handelt. In diesem Grundsystem finden alle Stofftransporte zwischen Blut und Zelle und viele Stoffspeicherungen statt. Wenn mit der Ernährung nicht genügend Basen aufgenommen werden, kommt es zu einer latenten Übersäuerung (Azidose). Der Organismus ist dann gezwungen Mineralien aus Knochen, Haaren, Muskeln etc. zu beziehen, um die Säuren abzupuffern. Diese Schlacken werden dann im Pischinger Raum abgelagert. Schafft der Körper es nicht sie auszuleiten, wird nicht nur der besagte Raum immer starrer, sondern die eigene Regulation lässt zunehmend nach, weil Informations- und Stoffaustausch nicht mehr im notwendigen Maße gegeben sind. Der Müll steht vor der Haustüre und kann nicht mehr abgeholt werden. Dies behindert Briefträger, Milchmann, usw. ihre Arbeit zu tun.

 Die bei Krebserkrankungen oft zum Einsatz gebrachten aggressiven Therapieformen schädigen das bereits chronisch kranke Grundsystem leider weiter.

 Die komplementäre biologische Krebstherapie muss deshalb das geschädigte Grundsystem reinigen, aktivieren und biologisch stabilisieren und auch durch die natürliche Ernährung entgiften und entlasten.

Da Krebs eine chronische Erkrankung ist, müssen biologische Therapiemaßnahmen und diätetische Behandlungen meist über längere Zeit und konsequent ohne Unterbrechung durchgeführt werden.

 Bei der Behandlung Krebskranker sind Vitalstoffe in therapeutischer Dosierung besonders wichtig. Zu diesen Vitalstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren Aminosäuren, Enzyme und Pflanzenstoffe.

 Diese Vitalstoffe haben wichtige Funktionen im Grundsystem und werden durch eine evt. stattfindende Chemo- oder Strahlentherapie vermehrt verbraucht. Bei ihrer Zufuhr werden Chemo- oder Strahlentherapie verträglicher und auch wirksamer, die Bildung von Metastasen wird gehemmt und Wohlbefinden und Lebensqualität erhöht.

 Diese zielgerichtete Zufuhr von essentiellen Naturstoffen folgt den Gesetzen der Orthomolekularen Medizin (,,orthos" = richtig): Zufuhr individuell benötigter Mengen von Vitalstoffen zum Ausgleich entstandener Defizite und damit Herstellung eines ausgeglichenen Vitalstoff-Haushalts.

 Die Orthomolekulare Medizin bezweckt also, Mangelzustände an Vitalstoffen aufzudecken und zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit ,,die richtigen Bausteine" in ,,richtiger" Dosierung therapeutisch einzusetzen, möglichst mit natürlichen Substanzen.

Ein Vitalstoffmangel kann schon vorliegen, wenn Untersuchungen (im Blut oder Urin) noch normale Werte anzeigen, denn die herkömmlichen Blutspiegel fallen erst ganz zuletzt ab, wenn die Zellreserven erschöpft sind. Hinweise auf beginnende Vitaminmangelzustände können Anfälligkeit für Infekte, nervöse Beschwerden, verschlechtertes Allgemeinbefinden oder nachlassende Leistungsfähigkeit sein.

 Ein Mangel an Vitalstoffen kann aus vielerlei Gründen entstehen:

  ·   Einseitige Kost

  ·   Unzureichende Vitalstoffkonzentration in der Nahrung (heute immer)

  ·   Beeinträchtigung der Aufnahme durch den Darm

 ·   Gesteigerter Bedarf durch bestehende Schadstoffbelastung, Chemo- und Strahlentherapie, uvm.

Eine optimale Versorgung mit diesen Nährstoffen kann die Entstehung und Ausbreitung von Krebs hemmen, die Nebenwirkungen aggressiver Behandlungen mindern und den Heilungsprozess fördern.

Im Folgenden seien einige wichtige Vitalstoffe näher dargestellt.

Die meisten Vitalstoffe werden nur kurzzeitig gespeichert, auf eine Speicherung sollte aber bei einer Krebserkrankung nicht gebaut werden. Die Speicher sind mit Sicherheit leer, durch die Erkrankung und durch die (schulmedizinischen) und alltäglichen Belastungen.

 

Besonders wichtig sind: Vitamin C (wasserlöslich) und Vitamin E (fettlöslich) – als Zellschutz, Vit. C  und Vitamin D als Immunstimulanzien und - modulatoren

Diese Vitamine werden nur kurzfristig gespeichert.

 Selen ist Bestandteil der Enzyme Gluthationperoxidase und Superoxiddismutase, dem wohl wirksamsten Schutz der Zelle vor freien Radikalen und Entartung.  Zudem entgiftet es Schwermetalle. Während einer Chemo- oder Strahlentherapie sollte es hoch dosiert als Natriumselenit eingenommen werden. Selen konnte seine positiven Wirkungen in vielen Studien zeigen.

 Zink wird zum Aufbau von Abwehrzellen und zahlreichen Enzymen benötigt. Es ist an der Wirkung von 300 Enzymen beteiligt und kann auch Schadstoffe entgiften.

 

Omega-3-Fettsäuren finden sich in Kaltwasserfischen,  Leinöl, Hanfnüssen, u.a.  

Die Bedeutung für Krebserkrankungen scheint riesengross zu sein. V.a. die antientzündliche Wirkung und immunmodulatorische Wirkung scheinen sehr effektiv beim Krebs.

Curcumin (in Verbindung mit schwarzem Pfeffer, z.B. im Curry) hemmt die Metastasenausbreitung durch Anti-Angiogenese – also Hemmung der Gefäßneubildung des Tumors, der sich nur über neue Gefäßstrukturen weiter verbreiten kann.

Grüntee – hervorragender Zellschutz, Anti-Angiogenese, Verbesserung des Zellstoffwechsels

Resveratrol – der Anti-Aging Wirkstoff schlecht hin – Lebensverlängerer, Zellschutz, Anti-Angiogenese

OPC – ähnlich gute Wirkungen wie Grüntee

Enzyme – demaskieren Krebszellen und machen sie angreifbarer für das Immunsystem, zudem anti-entzündliche Wirkung

RMS – also Rechtdrehende Milchsäure – zwar eine Säure, aber der Säureschutzmantel-Knacker des Tumors

MSM – organischer Schwefel – Zellschutz, Entgiftung

Afrikan. Weihrauch – Zellschutz, Demaskierung der Tu-Zellen, Anschaltung der Tumor-Unterdrückungs-Gene, anti-entzündlich

 B-Vitamine – als Energiebereitsteller