Heil- und Vitalpilze

Heilpilze haben in der traditionellen chinesischen Medizin seit über 1000 Jahren einen festen Platz. Auf Grund der überaus positiven Wirkungen horcht die westliche Medizin zunehmend auf, so dass die Heilpilze auch in unseren Breiten immer mehr Verwendung finden.

Die Pilze beinhalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe wie Terpene und vor allem Polysaccharide (Mehrfachzucker). Gerade die Polysaccharide sind für die Hauptwirkung der Immunstimulation verantwortlich, aber auch die Terpene besitzen eine besondere antitumorale Wirkung. Weiterhin beugen sie dem oxydadiven Stress vor und hemmen das Zellwachstum. Neben den typischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Asthma, Herzinfarktprophylaxe, Leberstörungen, Übergewicht, Nervenschwäche und Schlafstörungen, finden die meisten Heilpilze ihre Verwendung in der begleitenden Tumortherapie.

Bitte Vorsicht beim Kauf von Pilzprodukten!

Viele dieser Produkte sind nicht zertifiziert und deren Herkunft unbekannt. Durch den hohen Gehalt an Polysacchariden lässt sich ein Pilzextrakt sehr gut mit Stärke strecken ohne dass es ein Laie erkennen kann. Gerne sind wir Ihnen bei der Auswahl eines Pilzes für Sie persönlich behilflich und teilen Ihnen bei Bedarf einen zertifizierten Händler mit.

Die wichtigsten Pilze möchte ich Ihnen vorstellen:

Reishi / Ling Zhi "Pilz der Unsterblichkeit"

Der Reishi enthält neben wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen vor allem wichtige Polysaccaride (Mehrfachzucker) und Terpene. Vor allem die Terpene bewirken eine Hemmung der Histaminfreisetzung. Daher ist dieser Pilz sehr gut bei allen typischen allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen, Asthma, Urtikaria einsetzbar. Aber auch bei Schlaflosigkeit oder Nervosität vor dem Schlafengehen kann dieser Pilz eine hervorragende entspannende Wirkung hervorrufen und zum besseren Schlaf beitragen.

Vorwiegend wird der Reishi bei Krebserkrankungen eingesetzt. In Japan ist er beispielsweise als offizielles Krebsmedikament zugelassen. Die Wirkung entfaltet sich über das Immunsystem, in dem die Tätigkeit der sogenannten T-Zellen aktiviert wird. Aber auch natürliche Killerzellen werden stimuliert sowie die Freisetzung von Interleukinen - also Botenstoffen, die die Immunabwehr fördern und regulieren.

Besonders positiv wirkt sich der Reishi bei der Behandlung von Lungenkrebs, Gehirntumoren, Leberkrebs, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs aus.

Reishi hat eine anregende Wirkung auf den Stoffwechsel, es wird einem innerlich warm, beruhigt und stärkt die Leber.

Shiitake "König der Pilze"

Die Forschungsarbeit von Joachim Eder von der TU München konnte eine lange bekannte Wirkung des Shiitake aufzeigen:

Der Shiitake ist bei Störungen im Cholesterinstoffwechsel sehr gut einsetzbar. Durch den Stoff Eritadenin wird bewirkt, dass das schlechte Cholesterin LDL effektiv gesenkt und das gute HDL erhöht wird.

Die herausragende Antitumorwirkung des Shiitake wird vor allem Lentinan, einen im Shiitake enthaltenen Polysaccharid zugeschrieben. Es besteht hauptsächlich aus Beta-Glucan, welches z.B.  in einer Studie die vollständige Rückbildung von verschiedenen Tumoren bei Mäusen bewirken konnte.

Darüber hinaus kann man diesen Pilz sehr gut bei Viruserkrankungen einsetzen, wie z.B. der Grippe. Auch hier sind es wieder die Polysaccharide, die das Immunsystem gezielt stärken. Bemerkenswert ist noch, dass neben den vielen Vitaminen der B-Gruppe vor allem Ergosterol (Provitamin-D) in hohem Maße enthalten ist. Neben der Cholesterinsenkung und der antiviralen Wirkung ist der Shiitake bei Lungenkrebs, Eierstockkrebs und Leukämie gut einsetzbar. Weiterhin konnte beobachtet werden, dass die Nebenwirkungen einer Chemotherapie sehr gut abgemildert werden konnten.

Coriolus "Schmetterlingstramete"

In der traditionellen chinesischen Medizin wirkt Coriolus als Leber und Milz stärkend und schleimreduzierend. Bei Krebs, chronischer Hepatitis und Müdigkeit, bei Infektionen der oberen Atemwege so wie als Herztonikum wird er empfohlen.

Die im Coriolus enthaltenen Polysaccaride PSP und PSK können nachweislich das Immunsystem stimulieren und Tumore hemmen. PSK wurde 1977 offiziell als erstes Krebsmedikament aus Pilzen durch das japanische Gesundheitsministerium zugelassen.

Bereits seit langem hat sich Coriolus bei folgenden Krebsarten als hemmend erwiesen: Lungenkrebs, Prostatakrebs, Magenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Dickdarmkrebs, Blasen-Krebs, Speiseröhrenkrebs Leukämie, Lymphome, Gehirntumoren und Metastasenbildung.

Agaricus blazei murill - (ABM) "Pilz des Gottes"

Agaricus hat den höchsten Anteil an Beta-Glucanen aller Heilpilze, denen in vielen Studien eine eindeutige Krebs hemmende Wirkung bescheinigt wurde. Dadurch wird der Einsatz in der begleitenden Krebstherapie zur Unterstützung des Immunsystems plausibel. Vor allem werden NK-Zellen, also natürliche Killerzellen und körpereigene Fresszellen - Makrophagen - im Wachstum und Wirkung gefördert.

Zudem scheint der Agaricus eine entgiftende Wirkung zu haben, da Behandlungen mit Chemotherapie oder Bestrahlung mit dem Agaricus besser vertragen werden.

In Japanischen Untersuchungen wurden selbst bei weit fortgeschrittenen Tumor-Erkrankungen noch überraschende Ergebnisse erzielt. Der ABM ist dort als offizielles Anti-Krebs-Medikament zugelassen.

In den USA wird er u.a. auch zur unterstützenden Behandlung bei HIV eingesetzt.

Bei folgenden Erkrankungen ist der ABM am vielversprechendsten: Leukämie, Darmkrebs, Lungenkrebs, Unterleibskrebs, Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs, Leberkrebs, Hepatitis B und C, HIV

Hericium - "Igelstachelbart"

Der Hericium eignet sich zum Entschlacken und Abnehmen und ist sehr nährstoffreich. Er enthält 19 Aminosäuren, darunter alle acht, die für den Menschen essentiell sind.

Spezielle Polysaccharide aktivieren das Immunsystem und scheinen antikanzerogene und antimetastatische Wirkungen zu haben.

Desweiteren wurde antimikrobielle Wirkstoffe im Hericium gefunden, die z.b. den Helicobacter pylori hemmen können, welcher bekanntermaßen im Zusammenhang mit Magenkrebs und Magengeschwüren steht.

Japanische Wissenschaftler wiesen den interessanten Inhaltsstoff Erinacin nach. Dieser soll Nervenwachstumsfaktoren stimulieren, also hilfreich sein bei Erkrankungen wie Alzheimer, Polyneuropathie und anderen Nervenstörungen.

Weiterhin ist der Hericium in der Lage günstig auf die Blutfette einzuwirken, indem Gesamt-Cholesterin, das LDL und die Triglyceride gesenkt werden.

 

 Maitake - "Tanzender Pilz"

Sicher einer der bekanntesten Heilpilze. Die Wirksamkeit des Maitake ist Gegenstand vieler Studien. Auch er entfaltet viele immunologische Wirkungen, nicht nur über Ergosterin, der Vorstufe des Vitamin D, sondern auch über die Polysaccharide Grifolan, Grifolin und auch über Lektine, deren Wirkung für das Immunsystem ebenfalls von der Mistel bekannt ist.

Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs und Leberkrebs scheinen am besten anzusprechen. Eine weitere Wirkverbesserung gibt es wohl in Kombination mit Chemotherapie.

Positive Ergebnisse gibt es auch in Verbindung mit HIV zu vermelden. Bei Gabe des Maitake, werden weniger T-Helfer-Zellen durch das Retrovirus zerstört, was zu einer Krankheitsverzögerung hin zum AIDS-Vollbild führt.

Guten Einfluss kann dieser Pilz bei Bluthochdruck und Diabetes und zur Gewichtsabnahme nehmen. Eine Senkung des Cholesterin-Spiegels war bei regelmässiger Einnahme ebenso zu beobachten.

Cordyceps - "Chinesischer Raupenpilz"

Der Cordyceps zeichnet sich neben der üblichen immunstimulierenden Wirkung aller Heilpilze vorwiegend als Energielieferant aus! Er verleiht Kraft, Ausdauer und Willensstärke. Aus der Sicht der TCM unterstützt der Cordyceps die Nieren, die im Sinne der TCM als Wurzel des Lebens gelten und die gesamte Energie, das Jing beinhalten, welches sich nicht erneuern lässt. Mit dieser Essenz des Lebens, die von den Eltern vererbt wird, muss daher sorgsam umgegangen werden. 

Daraus erklären sich die positiven Wirkungen des Raupenpilzes. Er hilft bei Erschöpfungszuständen, Burn-out, trägt z.B. bei Sportlern zur schnelleren Regeneration bei, erhöht die Leistung bei Wettkämpfen. Man könnte den Cordyceps als legales Dopingmittel bezeichnen und lässt sich sinnvoll bei der Gewichtsreduktion ergänzen.

Eine Studie an der Medizinischen Fakultät in Peking konnte sogar die Wirkung als Aphrodisiakum bzw. die effektive Erhöhung der sexuellen Ausdauer nachweisen.

Durch die hemmende Wirkung des Enzyms Monoaminooxidase (MAO) wird der Pilz auch gegen Depressionen eingesetzt.

Auricularia polytricha - "Judasohr"

Er enthält viele bioaktive Stoffe, Eiweisse, wertvolle Spurenelemente wie Silizium, Zink, u.v.a.  Ein Großteil der positiven Inhaltsstoffe ist aber noch gar nicht identifiziert.

Die Immunabwehr kann durch Auricularia deutlich angekurbelt werden. Speziell bei der Hemmung von bösartigen Tumoren aus dem Bindegewebe, wie Sarkomen konnten positive Erfahrungen gesammelt werden.

Ansonsten hat er eine insgesamt stabilisierende und ausgleichende Wirkung auf den Organismus und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Wegen der anti-thrombotischen Effekte wird der Auricularia gern eingesetzt zur Risikoverminderung von Herzinfarkt, Schlaganfall und jeglicher Form von Durchblutungsstörungen.

Auch wird Auricularia eine ausgeprägte entzündungslindernde und befeuchtende Wirkung der Schleimhäute nachgesagt, sowohl in der Lunge als auch im Darm. Dies kann bei trockenem Husten und Verstopfung hilfreich sein.

Coprinus comatus - "Schopftintling"

Wie alle Vitalpilze enthält Coprinus eine ausgewogene Mischung an Vitalstoffen und Spurenelementen. Er besitzt vor allem  die höchste Lektinaktivität unter den Vitalpilzen. Lektine sind komplexe Proteine, die verschiedenste biochemische Reaktionen in der Zelle auslösen können.

Die starke anti-oxidative Schutzwirkung auf Zellwände, wie z.B. bei den Blutgefässen, wird auf den Stoff L-Ergothionein zurückgeführt. Daher rühren vermutlich die günstigen Effekte bei Einsatz des Pilzes bei Diabetes, indem Arterien geschützt werden durch Verminderung der Gykosilierungsprozesse und dadurch Absenkung des HbA1c. Folgeschäden des Diabetes wie Erblindung, Amputationen, Polyneuropathie, Herzinfarkt, etc. können hierdurch vermindert werden.

Günstigen Einfluss nimmt der Coprinus bei hormonabhängigen Tumoren wie Brust- oder Prostatakrebs.

 

Häufig ist eine Kombination von Heilpilzen gegeben. Kapseln oder Pulver sollten mit viel Flüssigkeit vor dem Essen eingenommen werden. Die Einnahme von 10-15g Pilztrockenmasse (Pulver) täglich sind keine Seltenheit.

Auf Wunsch suchen wir individuell eine Heilpilzkombination heraus. Schicken Sie uns eine mail mit Ihren Beschwerden und Diagnosen, dann teilen wir Ihnen gern einen zertifizierten Händler mit.